Splitter

Rückkopplung im Regionalzug

Montag im Regionalzug: Der Zugbegleiter setzt zu einer Durchsage an: „Meine Damen und Herren, in Kürze…“ Der Lautsprecher quietscht in der Rückkopplungsschleife, der Zugbegleiter bricht seine Durchsage ab.

Dienstag im Regionalzug: Der Zugbegleiter setzt erneut zu einer Durchsage an: „Meine Damen und Herren, in Kürze…“ Der Lautsprecher quietscht, der Zugbegleiter bricht ab.

Mittwoch im Regionalzug: Wieder setzt der Zugbegleiter zu einer Durchsage an: „Meine Damen und Herren, in Kürze…“ Der Lautsprecher quietscht, die Durchsage bricht ab. Der Zugbegleiter kauert kniend und nach vorne gebeugt am Boden, die an einem langen Kabel hängende Sprechmuschel mit der Hand abschirmend, dann jagt er seine Worte hinaus, bevor die Rückkopplung ihn erneut mundtot macht: „…dasTeamvonRegioOberbayernmöchtesichvonihnenverabschiedenundwünschtihnennocheinenschönenTag!“

Flugzeuge landen vollautomatisch, Mobiltelefone klinken sich unterwegs ins Internet, Ärzte legen Bypässe – und die Bahn kämpft mit der Rückkopplung.

 


Brief an die Justizministerin

Sehr geehrte Justizministerin,

sind Väter in unserer Gesellschaft unerwünscht? Dieser Eindruck drängt sich mir auf, wenn ich die selbst erlebte Rechtssprechung an bayerischen Gerichten der vergangenen Jahre betrachte: Mehr


Weg mit dem Mann

Sie sind eine enttäuschte Ehefrau? Sie wollen Ihren Mann loswerden? Kein Problem. Beschuldigen Sie ihn des sexuellen Missbrauchs an ihren Kindern und der Gewaltanwendung. Sie müssen nichts beweisen, die Gerichte sind auf Ihrer Seite. Ein solcher Verdacht wirkt wie eine Bombe. Sie kriegen das alleinige Sorgerecht, außerdem muss der Ex zahlen, dass er nicht mehr wird.


Tour de Dope ist gestartet

Früher hieß sie Tour de France. Heute ist sie die Tour de Dope. Lohnt sich nicht mehr, hinzuschauen. Das sind fahrende Chemielabore. Alles ist möglich. Wenn selbst Pferde schon dopen…


POK Hollenberg liegt daneben

Herr Hollenberg ist Polizist. In einem Ermittlungsbericht schreibt er, dass Herr K. „exhibtionistsiche Handlungen“ begangen hat. Bei einer Gerichtsverhandlung am Amtsgericht fragt Herr K. POK Hollenberg, ob dieser seine Behauptung beweisen kann. POK Hollenberg kann es nicht.


Der Anlageberater

Herr Klein ist Anlageberater. Im Jahr 2000 hat er einen Filmfonds empfohlen. Er hat schöne Charts dazugelegt, in denen ansteigende Kurven über die Ausschüttungen zu sehen waren. Seine Kunden haben 30.000 Mark und mehr in den Fonds investiert.

Im April 2009 wird angekündigt, dass der Fonds liquidiert werden soll. Auflösung. Die „Zeichner“ könnten mit fünf Prozent Rückzahlung rechnen. 1500 Mark statt 30.000 Mark. Herr Klein sieht sich außerstande, in der Sache tätig zu werden.


Der Papst – Beihilfe zum Massensterben?

Der Papst, ein ehemaliger bayerischer Provinzkatholik, macht in Angola mal wieder gegen Kondome mobil. Man könnte sagen: Der Papst macht sich der Beihilfe am massenfachen Sterben schuldig.


Speedfitness kontrolliert Sportler

Der Sportstudiobetreiber Slowfitness ist schweren Vergehen auf der Spur. Wer seine eigene Flasche in den Fitnessbereich mitbringt, dem droht der Rauswurf. Wer sein Handtuch nicht zwischen sich und Sportgerät legt, dem droht ebenfalls der Rauswurf. Die Mitarbeiter kontrollieren akribisch, der Chef neigt dazu, seine Gäste als „Du Arsch“ zu bezeichnen. Eine besondere Art der Kundenbindung.


Fall Althaus: 5000 Euro für eine Tote?

Die österreichische Rechtssprechung im Fall des Thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus ist erstaunlich. Der österreichische Staat kassiert 33.000 Euro, für die Familie der getöteten Skifahrerin gibt es aber nur 5.000 Euro. Welche Logik steckt dahinter? Erstaunlich auch die Art des Schnellverfahrens, da doch die österreichische Justiz in den vergangenen Wochen den Eindruck erweckte, als käme es gar nicht zu einem Verfahren. Das ist Lex Austria!


Die Fehldiagnose der Therapeutin

Frau Dittrich ist Kindertherapeutin. Sie will festgestellt haben, dass ein Kind von ihrem Vater sexuell missbraucht worden ist. Eine Gutachterin untersucht den Fall. Sie stellt fest, dass Frau Dittrich massive Fehler gemacht hat. So sei der Therapeutin entgangen, dass das Kind während der Therapie wochenlang im Krankenhaus war. Gespielte Krankenhausszenen des Kindes interpretierte Frau Dittrich als Missbrauchssignale. Die Gutachterin vergleicht Frau Dittrichs Arbeitsweise mit einem „ärztlichen Kunstfehler“.


Wer wirklich wichtig ist

München im Winter. Die Gehwege sind vereist. Omas fallen hin und brechen sich die Knochen. Die Straßen dagegen sind frei von Schnee und Eis.

Die Stadt zeigt, wer wirklich wichtig ist.


Miesbach

Du kommst im Wald vom Weg ab . Ein Miesbacher Jäger brüllt dich an: „Was mochst´n du hia? Hau ob! Des is vabotn! I zeig di o!“ Mehr


Bahnsplitter I

Im Regionalexpress München-Salzburg, Abfahrt München HBF 19.42 Uhr, Gleis 12. Der Zugbegleiter meldet sich in leierndem bayerisch über den Lautsprecher: „Mei Damn und Herrn, mia begrüßn Sie mehr


Bahnsplitter II

„Sehr geehrte Fahrgäste, ich habe noch eine Hiobsbotschaft  für sie: Mehr


Schilderdeutsch

Achtung! Ortografieh. Mehr


Bush – ein Fall für Den Haag?

George W. Bush hat seinen Krieg gegen den Irak mit falschen Argumenten begonnen. Tausende starben. Ist er ein Kriegsverbrecher?

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